Firma

Mit der Produktion von Kontaktlinsen ist 1992 eine Technologie nach Jena zurückgekehrt, die dort vor Jahrzehnten mit der Haftschalenherstellung ihren Ursprung nahm.

Jenalens wurde 1991 als Gemeinschaftsunternehmen der “Jenoptik” und des niederländischen Unternehmens “Microlens” gegründet. Bis 2005 wurde an traditionsreicher Stätte, im ehemaligen Zeiss-Hauptwerk in Jena, gefertigt. Im Verlauf der Weiterentwicklung des Kontaktlinsenmarktes stieg der Anteil an Weichlinsen, die durch Jenalens vertrieben wurden, stetig.

Der geplante Weg zum Vollsortimenter machte daher im Herbst 2005 den Umzug innerhalb Jenas nötig. Die neuen Räumlichkeiten stellen sicher, dass das qualifizierte Fachpersonal mit modernster Fertigungstechnik Kontaktlinsen höchster Qualität herstellen kann. Zudem wurden die Lager für die Weichlinsen vergrößert, um die Kunden verlässlich und zeitnah beliefern zu können.

Neben der telefonischen Anpassberatung bietet Jenalens in regelmäßigen Abständen Individualseminare, sowohl für Neu- als auch für erfahrene Anpasser, an.

Wir stehen Ihnen von Montag bis Freitag in der Zeit von 9:00 bis 17:00 Uhr zur Verfügung und sind in dieser Zeit durchgehend unter der Telefonnummer (03641) 58 05-0 zu erreichen.

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Optik-Stadt Jena

Jena ist eine deutsche Universitätsstadt inmitten Thüringens am Fluss Saale gelegen. Sie ist nach Erfurt und Gera die drittgrößte Stadt sowie eines der drei Oberzentren des Freistaates Thüringen und hat den Status einer kreisfreien Stadt. Nach verschiedenen Eingemeindungen wurde Jena 1975 Großstadt.

Nicht nur Persönlichkeiten wie Goethe, Schiller, Fichte, Haeckel oder Novalis wirkten als Philosophen oder Dichter in Jena. Mathematiker, Physiker, Chemiker, Optiker und Glastechniker wie Abbe, Schott und Zeiss gründeten erste Werkstätten der Feinmechanik und Optik.

Ab dem 19. Jahrhundert wurde in Jena die Glas- und Optikindustrie ansässig.
Durch Erfindungen, die das Mikroskop revolutionierten und die Erfindung des Planetariums sind die ansässigen Unternehmen heute weltweit bekannt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Firmen Carl Zeiss Jena GmbH und SCHOTT JENAer GLAS GmbH durch emigrierte Wissenschaftler und Angestellte in Westdeutschland neu gegründet. Bis Juli 1945 deportierten die amerikanischen Besatzer einen Großteils des Know-hows, in Form von Wissenschaftlern und Aufzeichnungen, in ihre Besatzungszone. Danach erfolgte unter der russischen Besetzung die Demontage der Industrie und deren Deportation nach Russland.

Anfangs baute die Jenaer Bevölkerung die Städtische Industrie selbst per Hand wieder auf, bis auch die russischen Besatzer die neu gegründete DDR durch Wiederaufbau stärkten, um sie gegen die Bundesrepublik Deutschland zu wappnen.Später entstand das Kombinat VEB Carl Zeiss Jena. Die Schott Werke wurden ebenfalls in ein Kombinat umgewandelt. Zusätzlich entstand in der DDR-Zeit in Jena ein pharmazeutischer Zweig in Form der Jenapharm.

Nach der Wende wurde das volkseigene Großkombinat Carl Zeiss, welches fast alle optischen Unternehmen innerhalb der DDR inne hatte, privatisiert. Carl Zeiss Oberkochen übernahm die Verantwortung für das optische Kerngeschäft. Für den überwiegenden Teil der Jenaer Werke wurde ein Sanierer gesucht und mit Prof. Dr. h.c. Lothar Späth gefunden. In Jena entstand somit die Carl Zeiss Jena GmbH als Rechtsnachfolgerin des ehemaligen Kombinats mit Späth an der Spitze.

Ende 1991 wurde die Firma Jenalens Kontaktlinsen Technologie GmbH durch die Jenoptik gegründet. Die Firma Jenalens fertigt bis heute formstabile Kontaktlinsen am Standort Jena und konnte den Vertrieb weicher Kontaktlinsen, Pflegemitteln und Zubehör stetig ausbauen.

Inzwischen hat sich die optische Industrie in Jena ausgezeichnet entwickelt. Eine Vielzahl hoch innovativer neuer Unternehmen sind entstanden, die den Weltmarkt mitbestimmen und teilweise sogar anführen. Ausführliche Informationen zur Entwicklung der optischen Industrie in Jena gibt es im Optischen Museum in Jena.